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Wohnungseigentümer sind zum Heizen verpflichtet

Gesetzliche Vorgaben wann die Heizperiode beginnt gibt es keine. Landläufig gilt die Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März. In Mietverträgen wird dieser Zeitraum sogar oft ausgedehnt von Mitte September bis in den April hinein. Der Vermieter ist verpflichtet die Heizungsanlage so einzustellen, dass in der Wohnung mindestens 20 Grad möglich sind. Im Wohn- und Badezimmer bis 22 Grad, so der Deutsche Mieterbund (DMB). Nachts kann der Eigentümer zur Reduzierung des Energieverbrauchs die Anlage drosseln, so dass die Zimmertemperaturen bis zu 3 Grad geringer ausfallen.

Sollte die Heizung nicht funktionieren oder vom Vermieter nicht eingeschaltet sein, so sind Mietminderungen von bis zu 25%, bei einem Totalausfall sogar bis zu 100% möglich, so der DMB.

Auch außerhalb der Heizsaison hat der Mieter ein Recht auf eine „warme Stube“. Sinkt die Außentemperatur an drei aufeinander folgenden Tagen auf 12 Grad, muss der Vermieter dafür sorgen, dass die Heizungsanlage eingeschaltet ist.

Datenschutz jetzt auch am Klingelschild

Eine Hausverwaltung der Stadt Wien hat es vorgemacht: sie ließ hunderttausende Namensschilder an Türklingeln durch Wohnungsnummern ersetzen. Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland rät nun auch deutschen Vermietern, dem Wunsch der Mieter zu entsprechen, wenn diese ihren Namen nicht weiter auf dem Klingelschild preisgeben möchten.

Datenschützer in Deutschland widersprechen der Einschätzung der österreichischen Kollegen. Sie halten die DSGVO nicht für anwendbar, da es sich bei den Namen auf dem Klingelschild um keine automatisierte Datenerfassung handele. Der Präsident der bayerischen Datenschutzaufsicht Thomas Kranig äußerte sich in der Augsburger Allgemeinen Zeitung zu diesem Thema und hält das Verhalten in Wien für übertreiben.

Haus & Grund befürchtet dennoch hohe Bußgelder für Vermieter, da die Datenschutz-Grundverordnung nach einer zweijährigen Übergangsfrist seit Mai offiziell in Kraft getreten ist und europaweit gelte. Datenschützer erhofften sich durch das Regelwerk vor allem ein wirksames Instrument gegen wiederholte Verstöße durch Internet-Größen wie Facebook und Google.

Musizieren in der Wohnung ist erlaubt

Wenn der Nachbar Trompete, Klavier oder Akkordeon spielt, landet das nicht selten wegen Lärmbelästigung vor Gericht.
Der Bundesgerichtshof legte fest, dass es sich bei Hausmusik um eine übliche Freizeitbeschäftigung handelt und ein komplettes Verbot nicht zulässig ist.
Wie viele Stunden, welche Instrumente und mit welcher Lautstärke erlaubt sind, hängt auch vom Umfeld ab. So gelten in einer Seniorenwohnanlage andere Grundsätze als etwa in einem Studentenwohnheim, so der Immobilienverband Deutschland IVD.
Laut dem Verband halten die meisten Gerichte das Musizieren für 2-3 Stunden täglich für zumutbar. Eine einheitliche Rechtsprechung existiert allerdings nicht. So werden immer auch die baulichen Gegebenheiten wie der räumliche Abstand der Wohnungen zueinander oder die Hellhörigkeit der Räume in Betracht gezogen.
Grundsätzlich gilt auch hier, es sollte auf Nachbarn Rücksicht genommen werden und bei Verdruss ein konstruktives Gespräch geführt werden.

Sind Nachtspeicherheizungen noch eine Option?

Sind Nachtspeicheröfen noch zeitgemäß?

Nachtspeicheröfen kommen aus einer Zeit, als Strom noch günstig, es Nachtstromtarife gab und CO² kein Thema war.

Laut dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima sind sie mittlerweile die teuerste und umweltbelastendste Art des Heizens überhaupt.

Und trotzdem sind deutschlandweit noch 1,6 Millionen Nachtspeicheröfen in Betrieb. Gerade in Mietwohnungen sind sie sehr verbreitet und die Bewohner haben keine Wahl – sie müssen die hohen Heizkosten tragen.

Ein Umbau ist aus ökologischen Gründen sicher ratsam, zumal etliche alte Geräte mit Asbest belastet sind, aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht unbedingt. Hier bedarf es einer genauen Betrachtung aller Faktoren.

Neben der Dämmung des Hauses muss berücksichtigt werden, dass die wasserführenden Leitungssysteme in diesen Häusern fehlen.  Für neuwertige Brennwertheizungen müssten Heizungsrohre verlegt, Heizkörper installiert und Platz geschaffen werden für einen Öltank, einen Heizkessel und einen Schornstein. Diese baulichen Maßnahmen sind enorm und halten Hausbesitzer von einem Wechsel oft ab.

Helfen tut hier eine genaue Analyse der Heizkosten, die Jahr für Jahr durch stetig steigende Strompreise, oft immens sind, ob sich ein Wechsel nicht doch langfristig lohnt.

Rauchverbot in Mietwohnungen ist unzulässig

Rauchen in Mietwohnungen, auf Balkon und Terrasse ist generell erlaubt und vom vertragsmäßigen Gebrauch der Mietsache gedeckt.
Laut dem Deutschen Mieterbund (DMB) kann ein Rauchverbot auch über einen Formularmietvertrag nicht wirksam vereinbart werden. Lediglich sind Vorgaben und Regelungen für Gemeinschaftsräume, Hausflure oder im Aufzug erlaubt.
Kommt es durch exzessives Rauchen zu gravierenden Schäden, die auch durch Schönheitsreparaturen wie Streichen, Tapezieren und Lackieren nicht beseitigt werden können, hat der Vermieter Schadensersatzansprüche gegenüber dem Mieter. Das Landgericht Hannover sprach in einem solchen Fall beispielsweise einem Vermieter Schadensersatz in Höhe von 3400 € zu.

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