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Sind Nachtspeicherheizungen noch eine Option?

Sind Nachtspeicheröfen noch zeitgemäß?

Nachtspeicheröfen kommen aus einer Zeit, als Strom noch günstig, es Nachtstromtarife gab und CO² kein Thema war.

Laut dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima sind sie mittlerweile die teuerste und umweltbelastendste Art des Heizens überhaupt.

Und trotzdem sind deutschlandweit noch 1,6 Millionen Nachtspeicheröfen in Betrieb. Gerade in Mietwohnungen sind sie sehr verbreitet und die Bewohner haben keine Wahl – sie müssen die hohen Heizkosten tragen.

Ein Umbau ist aus ökologischen Gründen sicher ratsam, zumal etliche alte Geräte mit Asbest belastet sind, aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht unbedingt. Hier bedarf es einer genauen Betrachtung aller Faktoren.

Neben der Dämmung des Hauses muss berücksichtigt werden, dass die wasserführenden Leitungssysteme in diesen Häusern fehlen.  Für neuwertige Brennwertheizungen müssten Heizungsrohre verlegt, Heizkörper installiert und Platz geschaffen werden für einen Öltank, einen Heizkessel und einen Schornstein. Diese baulichen Maßnahmen sind enorm und halten Hausbesitzer von einem Wechsel oft ab.

Helfen tut hier eine genaue Analyse der Heizkosten, die Jahr für Jahr durch stetig steigende Strompreise, oft immens sind, ob sich ein Wechsel nicht doch langfristig lohnt.

Musizieren in der Wohnung ist erlaubt

Wenn der Nachbar Trompete, Klavier oder Akkordeon spielt, landet das nicht selten wegen Lärmbelästigung vor Gericht.
Der Bundesgerichtshof legte fest, dass es sich bei Hausmusik um eine übliche Freizeitbeschäftigung handelt und ein komplettes Verbot nicht zulässig ist.
Wie viele Stunden, welche Instrumente und mit welcher Lautstärke erlaubt sind, hängt auch vom Umfeld ab. So gelten in einer Seniorenwohnanlage andere Grundsätze als etwa in einem Studentenwohnheim, so der Immobilienverband Deutschland IVD.
Laut dem Verband halten die meisten Gerichte das Musizieren für 2-3 Stunden täglich für zumutbar. Eine einheitliche Rechtsprechung existiert allerdings nicht. So werden immer auch die baulichen Gegebenheiten wie der räumliche Abstand der Wohnungen zueinander oder die Hellhörigkeit der Räume in Betracht gezogen.
Grundsätzlich gilt auch hier, es sollte auf Nachbarn Rücksicht genommen werden und bei Verdruss ein konstruktives Gespräch geführt werden.

Muss die Haustür abgeschlossen sein?

Eine gesetzliche Regelung gibt es keine, ob die Haustür in Mehrfamilienhäusern nachts abgeschlossen sein muss, oder nicht. Viele Mietverträgen oder Hausordnungen enthalten aber Klauseln, die die Mieter verpflichten, z.B. ab 22 Uhr die Haustür zu verschließen.

Oft kommt es wegen solcher Vereinbarungen zu Unstimmigkeiten zwischen Mieter und Vermieter und oft auch zwischen den Nachbarn untereinander.

Die Gerichte urteilen unterschiedlich: Das Landgericht in Köln hielt eine Regelung die besagt, dass die Haustür zwischen 22 Uhr und 6 Uhr abgeschlossen sein muss für wirksam, das Landgericht Hannover erklärte, dass Mietvertrag und Hausordnung durchaus solche Regelungen beinhalten dürfen und das Landgericht Frankfurt hob den Beschluss einer Wohnungseigentümerversammlung auf, wonach die Haustür nachts verschlossen sein muss. Das Gericht in Frankfurt begründete seinen Beschluss, dass im Falle eines Brandes oder einer anderen Notsituation nicht sichergestellt ist, dass die Bewohner in einer solchen Paniksituation ihren Schlüssel mitführen.

Der Deutsche Mieterbund (DMB) rät zu einem Haustürschließsystem mit einem Schnapp- oder Panikschloss. Ein solches System lässt das Verschließen zwar zu, von der Innenseite ist ein Öffnen allerdings jederzeit auch ohne Schlüssel möglich.

Rauchverbot in Mietwohnungen ist unzulässig

Rauchen in Mietwohnungen, auf Balkon und Terrasse ist generell erlaubt und vom vertragsmäßigen Gebrauch der Mietsache gedeckt.
Laut dem Deutschen Mieterbund (DMB) kann ein Rauchverbot auch über einen Formularmietvertrag nicht wirksam vereinbart werden. Lediglich sind Vorgaben und Regelungen für Gemeinschaftsräume, Hausflure oder im Aufzug erlaubt.
Kommt es durch exzessives Rauchen zu gravierenden Schäden, die auch durch Schönheitsreparaturen wie Streichen, Tapezieren und Lackieren nicht beseitigt werden können, hat der Vermieter Schadensersatzansprüche gegenüber dem Mieter. Das Landgericht Hannover sprach in einem solchen Fall beispielsweise einem Vermieter Schadensersatz in Höhe von 3400 € zu.

Was in gemieteten Garagen und auf Stellplätzen abgestellt werden darf

Auch wenn für einen Stellplatz oder eine Garage Miete gezahlt wird, darf dort laut Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland längst nicht alles abgestellt werden.

Sind im Mietvertrag keine besonderen Klauseln enthalten, wird der Umfang der vertragszweckmäßigen Nutzung durch Auslegung ermittelt. Somit ist das Abstellen von Motorrädern, Fahrrädern und den damit verbundenen Zubehörteilen, wie z.B. Winterreifen oder erforderliches Werkzeug gestattet. Zur Lagerung solchen Zubehöres sind nach Ansicht der Gerichte sogar das Aufstellen von Regalen und Schränken in der Garage zulässig.

Anders sieht es bei Stellplätzen aus. Diese sind nur zum Parken von Kraftfahrzeugen ausgelegt. Fahrräder oder Motorräder dürfen nur nach Absprache mit dem Vermieter dort abgestellt werden. Kartons und Schränke auf einem Stellplatz zu lagern ist nach einem Urteil des Münchener Amtsgerichts auf jeden Fall unzulässig.

Eine Nichtbeachtung dieser Regeln kann eine Kündigung mit sich bringen. Neben den zivilrechtlichen Aspekten sind für die Nutzung von Garagen und Stellplätzen auch die Garagenverordnungen und Landesbauordnung zu berücksichtigen. Verstöße gegen diese öffentlich-rechtlichen Vorschriften können sogar Bußgelder zur Folge haben. So ist z.B. die Lagerung brennbarer Gegenstände, wie Benzin und Öl, nur begrenzt zulässig. Auch ist die Nutzung einer Garage als Zweitkeller nicht zulässig.

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