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Photovoltaikanlagen lohnen sich öfter, als gedacht!

Lange Zeit galten Solarstromanlagen auf Dächern für Hausbesitzer nur als lukrativ, wenn das Dach direkt nach Süden ausgerichtet war und es eine Neigung von 30 Grad aufwies. Die Verbraucherzentrale Thüringen ist da anderen Meinung und gibt an, dass auch Dächer die nach Südost oder Südwest zeigen und eine Neigung von weniger als 25 oder mehr als 60 Grad haben, durchaus für den Aufbau von Photovoltaikanlagen geeignet sind. Die Ertragseinbußen liegen lediglich bei etwa fünf bis zehn Prozent.

Flachdächer und Dachneigungen bis 15 Grad sind dagegen tatsächlich ungeeignet, da der Regen keinen Schmutz mehr abwaschen kann und die Sonneneinstrahlung dauerhaft verringert wird.

Chance und Risiko von Zwangsversteigerungen

In der Theorie bieten Zwangsversteigerungen die Möglichkeit, Immobilien deutlich unterhalb des Marktwertes zu erwerben, bei schlechter Vorbereitung bergen sich jedoch Risiken, die sie am Ende deutlich teurer machen können.

Eine Immobilie wird meistens dann zwangsversteigert, wenn ihre Eigentümer in einer finanziellen Notlage sind und Haus und Grundstück nicht mehr finanzieren können. Dann wird vom Gläubiger, in der Regel der Bank, die Zwangsversteigerung beim zuständigen Amtsgericht eingeleitet. Einem Wertgutachten zugrunde liegend, wird der Mindestpreis der Immobilie festgelegt. Wichtig ist, im Vorfeld die Finanzierung abzuklären, da bereits am Termin der Zwangsversteigerung eine Sicherheitsleistung von 10 Prozent des Verkehrswertes vorliegen muss.

Auch sollte man sich sehr gut im Vorfeld über das Objekt informieren und sich zu keinem Spontankauf verleiten lassen. Ohne vorherige Besichtigung und gründlicher Prüfung aller Unterlagen sollte nie ein Haus gekauft werden! Und genau hier liegt das Problem laut dem Eigentümerverband Haus & Grund, da die Eigentümer niemanden in das Haus lassen müssen. Sollte dies der Fall sein, wird empfohlen, das Haus wenigstens von außen mit einem Bauexperten zu begutachten. Dieser kann oft durch Baustil und -jahr auf den Zustand schließen. Aber eine hundert prozentige Sicherheit hat man natürlich nicht. Auch das vom Gericht beauftragte Verkehrsgutachten kann hilfreich sein, bedenken sollte man jedoch auch dabei, dass auch die Gutachter nicht ins Haus gelassen werden müssen! Sind Informationen bzgl. Wohn- und Wegerecht im Vorfeld nicht zu bekommen, rät Haus & Grund lieber die Finger vom Kauf zu lassen!

Bei der Versteigerung von Eigentumswohnungen übernimmt der Käufer alle Rechte und Pflichten des Vorgängers, wenn diese Teil einer Eigentümergemeinschaft ist. Ein Anrecht auf Einsicht dieser Beschlüsse der Eigentümerversammlung hat man im Vorfeld nicht.

Nichtsdestotrotz ist es möglich bei einer Zwangsversteigerung, besonders in ländlichen Regionen ein Schnäppchen zu machen. Gut vorbereitet zu sein ist eben das A und O.

Eis und Schnee auf Gehwegen

Hauseigentümer haben die Verkehrssicherheitspflicht bei Eis und Schnee auf den Gehwegen. Oft wird sie auf die Mieter übertragen, was aber nur rechtens ist, wenn im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart. Eine Regelung in der Hausordnung reicht laut Mieterbund nicht aus.

Die Satzungen der Kommunen sehen eine Räum- und Streupflicht vom frühen Morgen bis zum späten Abend vor. Mit einer Mindestbreite von einem Meter muss der Gehweg vom Schnee befreit werden und mit Sand rutschfest gemacht werden. Streusalz dagegen ist vielerorts sogar verboten oder nur bei extremer Glätte erlaubt.

Bei Dauerschneefall muss nicht fortlaufend zum Besen gegriffen werden, im Zweifelsfall gilt jedoch: lieber einmal zu viel als zu wenig. Bei Glatteisbildung besteht sofortige Streupflicht.

Kommt es zum Schaden eines Fußgängers, drohen oft hohe Ansprüche! Diese sind durch private Haftpflichtversicherungen abgedeckt. Besitzer von Mehrfamilienhäusern brauchen für diesen Fall eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung so die Verbraucherverbände. Diese springt ein, wenn ein Passant verletzt wird, z.B. durch herabrutschenden Schnee oder Eiszapfen.

Welche Versicherung macht für Vermieter von Wohnungen und Einfamilienhäusern wirklich Sinn?

Wer seine Immobilien vermietet anstatt sie selbst zu nutzen, geht das Risiko ein, in Schadensfällen haftbar gemacht zu werden. Dagegen hilft eine Vielzahl von Versicherungen. Doch welche ist wirklich sinnvoll?

Die Wohngebäudeversicherung wird im Regelfall von der Hausverwaltung für die Eigentümer abgeschlossen. Sie greift bei Sturm, Hagel oder Wasserrohrbrüchen. Jeder Eigentümer sollte laut BdV (Bund der Versicherten) jedoch prüfen, ob die Police auch Vermietungen einschließt!

Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht springt ein, wenn ein Dritter im Zusammenhang mit Haus und Grund zu Schaden kommt. Dies kann zum Beispiel durch herabfallende Dachziegel und ungestreute Gehwege der Fall sein. Wobei das Laub- und Schneefegen von den Vermietern oft auf den Mieter übertragen wird. Aus der Pflicht bei Nichterfüllen ist er als Eigentümer damit aber nicht. Der Eigentümerverband Haus & Grund rät daher, sich genau über die abgeschlossene Police bei der Versicherung zu informieren.

Eine Rechtsschutzversicherung ist für alle Angelegenheiten wichtig, bei denen der Vermieter einen Anwalt benötigt, um Streitfragen mit seinen Mietern zu klären.

Größere Schäden an vermieteten Immobilien, etwa durch Wasserrohrbrüche o.ä. machen diese durch die Instandsetzungsmaßnahmen oft wochen- oder monatelang nicht bewohn- und damit nicht vermietbar. Solche finanziellen Einbußen kann eine Mietausfall- oder Mietverlustversicherung abdecken. Gerade bei bankfinanzierten Objekten ist eine solche Versicherung sinnvoll.

Eine Hausratsversicherung macht Sinn, wenn die Immobilie möbliert vermietet wird. Dabei sollte jedoch abgewogen werden, wie hoch der tatsächliche Wert des Mobiliars ist und ob die eigene Hausratspolice Mietwohnungen nicht bereits abdeckt.

Heizkostenabrechnungen – ein ständiges Ärgernis

Die Abrechnungen der Betriebskosten in Mietshäusern führt immer wieder zu Streit und sogar gerichtlichen Auseinandersetzungen. Laut Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland haben diese Abrechnungen tatsächlich ein hohes Fehlerpotential. Mieter sollten bei diesen Abrechnungen daher immer genau prüfen, ob auch nur zulässige Positionen aufgeführt und berechnet wurden.

Laut Heizkostenverordnung dürfen die Kosten für den Betriebsstrom der Heizung, die bei etwa drei bis sechs Prozent der Brennstoffkosten liegen sollten und die Wartungskosten der Anlage auf den Mieter umgelegt werden. Wenn diese jedoch über fünf Prozent der Energiebezugskosten liegen, empfiehlt der Eigentümerverband eine Überprüfung. Ebenfalls umlagepflichtig sind die Kosten für den Schornsteinfeger, die Zahlungen für die Überlassung der Erfassungsgeräte sowie die Kosten für die Erstellung der Abrechnung und einer Verbrauchsanalyse.

Sind die Werte zweifelhaft, haben Mieter laut einem Urteil des Amtsgerichts München, das Recht auf Einsicht aller Belege, die zur Betriebskostenabrechnung verwendet wurde.

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