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Wohnen im Alter – Verkauf des Eigenheimes ohne auszuziehen

Wohnen im Alter – Verkauf des Eigenheimes ohne auszuziehen

Eine eigene Immobilie ist für viele ein wichtiger Baustein bei der Altersvorsorge. Um die Rente tatsächlich aufzustocken, muss diese aber verkauft werden.

Die Stiftung Warentest berichtet in ihrer Zeitschrift „Finanztest 07/2020“ über die verschiedensten Möglichkeiten. Von Leibrente auf Lebenszeit, Leibrente auf Zeit, Verkauf mit Nießbrauchrecht, ein Verkauf in Kombination mit einem Mietvertrag, die Alternativmöglichkeiten sind groß. Einflüsse wie die Restlebenserwartung und die Frage, wer für die Instandhaltungskosten aufkommt sind dabei ebenso von Bedeutung, wie die Frage, ob man das Geld zum Leben als regelmäßige Zahlung, oder in Form einer Einmalzahlung bevorzugt.

Besonders eignen sich diese Modelle, wenn es keine nahestehenden Erben gibt, oder die Immobilie diese eher belasten würde.

Die Entscheidung, welches Modell das geeignetste ist, muss individuell getroffen werden. Die Meinung eines unabhängigen Experten und/oder einer Vertrauensperson sind hier unbedingt empfehlenswert.

Schäden in überfluteten Kellern nach Starkregen sind oft nicht versichert

Der Herbst steht unmittelbar vor der Tür – und damit auch Herbststürme, die oft von Starkregen begleitet werden und zu vollgelaufenen Kellern führen.

Was viele Hausbesitzer nicht wissen ist, dass Schäden, die durch Hochwasser, plötzliche Unwetter und Starkregen entstehen, weder durch eine normale Hausratversicherung noch durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind. Und diese sind oft immens, denn neben den Schäden am Haus, die durch vollgelaufene Keller entstehen sind auch Heizungs- und Elektroanlagen, Öltanks, Kühltruhen, Waschmaschinen bis hin zu E-Bikes betroffen, die gemeinhin in den Kellern aufbewahrt werden.

Der Bund der Versicherten empfiehlt eine sogenannte Elementarschadenversicherung als Zusatz zur Hausrats- oder Wohngebäudeversicherung. Liegt ein Haus in der Nähe eines Fließgewässers, sollte dies bei Vertragsabschluss unbedingt angegeben werden. Eine solcher Versicherungszusatz deckt sogar noch Kosten für eine andere Unterkunft, Mietverluste bis hin zum Neubau eines Hauses ab.

Der Berater des Verbandes Privater Bauherren empfiehlt, bereits beim Hausbau auf Schutz vor Wassermassen zu achten. Eine sogenannte Rückstausicherung hält er für ein Muss. Diese macht allerdings nur Sinn, wenn sie regelmäßig betätigt und gewartet wird. Kommt dennoch Wasser rein, greift die Elementarschadenversicherung.

Längere Abwesenheit: Mieter muss Vorsorge treffen

Sind Mieter für längere Zeit nicht anwesend, sind sie trotzdem in der Obhutspflicht und damit verpflichtet, jegliche Schäden von der Wohnung abzuwenden. Dazu gehören zum Beispiel eingefrorene Rohre durch ausgeschaltete Heizungen im Winter, Regenwasserschäden durch dauerhaft geöffnete Fenster oder aber auch entstandener Schimmel durch unzureichende Lüftung.

Der Eigentümerverband Haus & Grund weist darauf hin, dass bei Gefährdung oder Schädigung einer Wohnung der Mieter im schlimmsten Fall mit einer fristlosen Kündigung zu rechnen hat.

Nachbarn haben kein Wegerecht aus Gewohnheit

Ein Urteil des Bundesgerichthofes in Karlsruhe hat entschieden: Es gibt kein Wegerecht für Nachbarn aus Gewohnheit, weil es schon immer so gemacht wurde.

Ein Wegerecht sei nur dann rechtens, wenn es im Grundbuch eingetragen ist. Mit dem Nachbarn mal eben drüber reden, ob man den Weg benutzen darf, ist zwar an der Tagesordnung, bei einem Besitzerwechsel kann es dabei aber zu Problemen kommen.

Eine sogenannte Grunddienstbarkeit sichert solche Regelungen genau ab und wird mit einem Eintrag im Grundbuch abgesichert.

Dübellöcher müssen beim Auszug vom Mieter beseitigt werden

Mieter werden in nicht selten in Mietverträgen dazu verpflichtet, Schönheitsreparaturen durchzuführen. Diese Klauseln sind allerdings häufig unwirksam. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Mieter die Wohnungen bei Auszug übergeben können, wie sie wollen. Der Eigentümerverband HAUS UND GRUND  berichtet, dass das Landgerichts Wuppertal einem Vermieter Recht gab, dessen Mieter Dübellöcher und kräftige Latexfarben an den Wänden ihrer Mietwohnung beim Auszug hinterlassen hatten. Nach Ansicht der Richter müssen Mieter eine Wohnung wieder so herstellen, dass normale Schönheitsreparaturen wider ausgereicht hätten. Die Mieter wurden in diesem Fall schadensersatzpflichtig. Der Vermieter hatte berechtigterweise die Kosten für das Zuspachteln der Löcher und das Überstreichen der Latexfarbe von der Kaution in Abzug gebracht.

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