Krippenhof 14, D-76530 Baden-Baden

Kein Rücktrittsrecht bei Mietverträgen!

Laut dem Deutschen Mieterbund (DMB) gibt es bei einem abgeschlossenen Mietvertrag kein gesetzliches Rücktrittsrecht. Ist der Mietvertrag erst einmal unterschrieben, kann weder der Mieter, noch der Vermieter es sich noch einmal anders überlegen. In einem solchen Fall gilt es, die gesetzliche Kündigungsfrist im Mietvertrag einzuhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wohnung bereits bezogen wurde oder nicht. Eine Ausnahme gibt es nur dann, wenn ein vertragliches Rücktrittsrecht im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart ist.

Vom Widerrufsrecht Gebrauch machen dürfen Verbraucher, oder in diesem Fall die Mieter lediglich wenn es sich um ein sogenanntes „Haustürgeschäft“ handelte. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Mieter unaufgefordert Besuch von seinem Vermieter bzw. Hausverwalter erhält und gebeten wird einen Vertrag zu unterschreiben, der z.B. eine zweifelhafte Mieterhöhung oder eine Mietaufhebung erhält. Eine solche Unterschrift darf widerrufen werden. Die Frist hierfür beträgt 14 Tage.

NORD SÜD GRUND IMMOBILIEN empfiehlt allen Mietern, die Vertragsunterlagen vor einer Unterschrift immer sehr sorgfältig zu prüfen.

Kinderwagen, Schuhe, Rollator – was darf im Hausflur stehen?

Bei Streit in Mehrparteienhäusern geht es nicht selten um Gegenstände die in Hausfluren abgestellt werden. Was ist eigentlich erlaubt und was nicht?

Gehhilfen wie Rollator und Rollstühle sind grundsätzlich erlaubt – ist der Flur jedoch sehr eng, darf der Vermieter verlangen, dass diese zusammengeklappt werden müssen. Fahrbare Gegenstände wie Fahrräder, Roller oder Dreiräder sind nicht erlaubt. Kinderwägen dürfen dann im Hausflur abgestellt werden, wenn dieser es platzmäßig zulässt und keine Mieter behindert werden. Einzige Ausnahme, der Kinderwagen kann problemlos in die eigene Wohnung transportiert werden. Dann ist das Abstellen unzulässig. Auch Blumenkübel zum Überwintern sind im Hausflur ohne Zustimmung des Vermieters nicht erlaubt.

Kurzzeitig Schuhe und Schirme vor der Wohnungstür abzustellen wird geduldet, ein ganzer Schuhschrank oder eine Garderobe im Treppenhaus, auch wenn es der Platz zulässt, widerspricht der bestimmungsgemäßen Nutzung des Treppenhauses und ist damit verboten.

Das Gleiche gilt für Müll. Wer Mülltüten über Tage oder Mülltonnen im Hausflur aufstellt, riskiert eine fristlose Kündigung.

Wohnungseigentümer sind zum Heizen verpflichtet

Gesetzliche Vorgaben wann die Heizperiode beginnt gibt es keine. Landläufig gilt die Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März. In Mietverträgen wird dieser Zeitraum sogar oft ausgedehnt von Mitte September bis in den April hinein. Der Vermieter ist verpflichtet die Heizungsanlage so einzustellen, dass in der Wohnung mindestens 20 Grad möglich sind. Im Wohn- und Badezimmer bis 22 Grad, so der Deutsche Mieterbund (DMB). Nachts kann der Eigentümer zur Reduzierung des Energieverbrauchs die Anlage drosseln, so dass die Zimmertemperaturen bis zu 3 Grad geringer ausfallen.

Sollte die Heizung nicht funktionieren oder vom Vermieter nicht eingeschaltet sein, so sind Mietminderungen von bis zu 25%, bei einem Totalausfall sogar bis zu 100% möglich, so der DMB.

Auch außerhalb der Heizsaison hat der Mieter ein Recht auf eine „warme Stube“. Sinkt die Außentemperatur an drei aufeinander folgenden Tagen auf 12 Grad, muss der Vermieter dafür sorgen, dass die Heizungsanlage eingeschaltet ist.

Sind Nachtspeicherheizungen noch eine Option?

Sind Nachtspeicheröfen noch zeitgemäß?

Nachtspeicheröfen kommen aus einer Zeit, als Strom noch günstig, es Nachtstromtarife gab und CO² kein Thema war.

Laut dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima sind sie mittlerweile die teuerste und umweltbelastendste Art des Heizens überhaupt.

Und trotzdem sind deutschlandweit noch 1,6 Millionen Nachtspeicheröfen in Betrieb. Gerade in Mietwohnungen sind sie sehr verbreitet und die Bewohner haben keine Wahl – sie müssen die hohen Heizkosten tragen.

Ein Umbau ist aus ökologischen Gründen sicher ratsam, zumal etliche alte Geräte mit Asbest belastet sind, aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht unbedingt. Hier bedarf es einer genauen Betrachtung aller Faktoren.

Neben der Dämmung des Hauses muss berücksichtigt werden, dass die wasserführenden Leitungssysteme in diesen Häusern fehlen.  Für neuwertige Brennwertheizungen müssten Heizungsrohre verlegt, Heizkörper installiert und Platz geschaffen werden für einen Öltank, einen Heizkessel und einen Schornstein. Diese baulichen Maßnahmen sind enorm und halten Hausbesitzer von einem Wechsel oft ab.

Helfen tut hier eine genaue Analyse der Heizkosten, die Jahr für Jahr durch stetig steigende Strompreise, oft immens sind, ob sich ein Wechsel nicht doch langfristig lohnt.

Energieausweise müssen verlängert werden!

Seit etwa zehn Jahren gilt für jedes Gebäude eine Energieausweispflicht. Mit diesem Ausweis müssen Eigentümer die Effizienz Ihre Immobilie nachweisen, wenn sie diese verkaufen oder (teil-)vermieten wollen. Die Gültigkeit ist jeweils 10 Jahre. Ist diese Frist abgelaufen, muss der Ausweis erneuert werden. Wird dies versäumt, drohen hohe Bußgelder von bis zu 15.000 €.

Es wird zwischen zwei Arten von Energieausweisen unterschieden: dem Bedarfs- und dem Verbrauchsausweis. Für den Bedarfsausweis werden Zustand von Gebäude und Heizung vor Ort von einem Experten erfasst und der Energiebedarf berechnet. Die Kosten für den Bedarfsausweis belaufen sich auf mindestens 300 €. Ein Verbrauchsausweis beruht auf den tatsächlichen Verbräuchen der letzten drei Jahre und kostet nur etwa 100 €.

Welcher der beiden Ausweise erforderlich ist bestimmt das Baujahr. Liegt der Bauantrag vor dem 1. November 1977 und hat das Gebäude weniger als fünf Wohnungen und erfüllt es die Anforderungen der 1. Wärmeschutzverordnung nicht, ist der Bedarfsausweis Pflicht. Wurde die Verordnung eingehalten und der Antrag nach dem Stichtag gestellt, wird es dem Eigentümer überlassen, welchen Ausweis er wählt.

Ausgenommen sind Immobilien die unter Denkmalschutz stehen, sie benötigen generell keinen Energieausweis.

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